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Willkommen bei der Ev. ref. Kirchengemeinde Wald Michelbach und Siedelsbrunn
Jahreslosung 2010:
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Johannes 14,1
Über die Dörfer
Liebe Gemeinde,
Hummelgebrumm und selbstgemachter Stachelbeerkuchen, der Schwatz am Gartenzaun und die Stille am Abend:
Viele Städter haben eine nostal-gische Phantasie vom Leben auf dem Dorf. Aber die Wirklichkeit sieht längst
nicht so romantisch aus.
Das Dorf ist schon lange ein Teil einer Großgemeinde, der Postschalter wurde längst aufgegeben, der Dorfladen musste
schließen, die Gastwirtschaft hat zugemacht, für jeden Einkauf, sogar für Lebensmittel, muss man mit dem Auto fahren,
der nächste Facharzt ist weit weg, der Bus fährt nur noch viermal am Tag, ... ... Seien wir doch ehrlich:
Wenn in unserer Welt nur Effektivität und Wirtschaflichkeit zählt, dann ist das Dorf zum aussterben verurteilt.
Gerade, wenn es nicht nahe an einer Metropole liegt - welche Chance hat dann das Dorf?
Ich bin trotzdem überzeugt davon, dass unsere Dörfer rund um Wald-Michelbach auch für junge Leute attraktiv bleiben.
Woran liegt das? Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen nicht weit. Das Dorf ist überschaubar.
Da lebt man nicht anonym nebeneinander her, da kennt jeder jeden, da hilft man sich gegenseitig und da spielt die Musik.
Viele schätzen die gute Nachbarschaft, und viele schätzen das kulturelle Leben im Dorf.
Ich meine, das wichtigste Kapital, von dem das Dorf lebt, ist die Nähe der Menschen zueinander.
Diese Nähe wird manchmal als Kontrolle und Einengung erfahren. Aber wenn ein Dorf vom christlichen Glauben geprägt ist,
wenn die christ-lichen Werte wie Aufrichtigkeit, Mitmenschlichkeit, Toleranz und Fried-fertigkeit etwas gelten,
dann wird diese Nähe tröstlich, heilsam, befreiend und lebensfördernd sein.
Seit vielen Jahren haben die Menschen auf dem Dorf das Zusammenleben eingeübt. Bald 1000 Jahre lang existieren die
Dörfer Abtsteinach, Siedelsbrunn und Schönmattenwag. Bis zum Jubiläum im Jahre 2012 ist zwar noch Zeit, aber es
wirft schon seine Schatten voraus.
Gott erhalte uns unsere Dörfer! Gott erhalte uns den christlichen Glauben in unseren Dörfern!
Ihr Pfarrer Ulrich Halbleib

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